Absolut eigentlich und total womöglich sollte das hier eingefügte Muzzzzikkk-Video in der Menü-Spalte zu finden sein. Aber die Vorsehung meinte es nicht gut mit mir: die Subline geriet zu lang.
Schon die Tatsache, dass ich diesen Track das erste mal hörte, während ich auf einem Friseurstuhl angeschnallt war (bei mir ist ´s nötig), sollte einem zu denken geben. Dass ich dieses Musikstück auf einer Plattform zur Vermarktung von Handyklingeltönen, Tampons und Clearasil (MTV) sah, rückt das Geschehene schon fast in den Bereich wild herbei assozierter Bilder vorangegangener Drogeneskapaden oder schierer Fiktion. Aber es ist wahr, MTV spielt auch Musik. Ich schwör! Fragt die Friseurette! (Sie versteht zwar kein Wort Deutsch, hat aber nen geilen Bauch.)
Das ganze Stück ist Pop, gut produzierter Pop, gut zu hörender Pop.
Wenn wir optimistisch sind, könnten wir annehmen, solche Tracks locken mehr Frauen auf gute Parties. (Gut im Sinne elektronischer Tanzmusik exklusive House). Aber ach, wir wissen wie das endet. Das übergewichtige Dreckstück von Gesangsauswurf hält sich mit einem Mal für eine „Künstlerin“. Wenn es gut läuft, landet ihr nächster Track auf Platz 86 der Charts. Doch wenn nicht, werden wir zugeknallt mit einer beschissenen Herz-Schmerz-Schmacht-Weichspül-Nummer nach der anderen, so miserabel produziert, dass nur Frauen sich den Scheiß anhören. „Aber die hat so ne tolle Stimme!“ mag frau einwenden (nicht aber die Schwulen, denn die haben Geschmack).
Singing is worth shit.
Vor Jahren, als ich in meiner ersten WG wohnte, saß ich nach der Schule mit Freunden bei mir und wir haben uns irgendeinen drum´n´bass-mix (das Santorin - Misision Tape) angehört. Einer, ein grobschlächtiger Bauer sanften Gemüts und passiver Naivität fragte: „Was singt der denn?“ und meinte mit „der“ den MC. Ich antwortete ihm, ich wisse es nicht, und außerdem wäre es scheißegal, weil es doch um die Musik geht! „Aber man muss doch wissen was der singt!“
Vocals are worth shit.
HipHop fing an mit Straßenparties zu denen einfach Platten im Freien gespielt wurden. Der DJ war der Held, der Musiker. Der MC war ein Hanswurst. HipHop-Musik wird heute von Producern gemacht, doch der Kasper auf dem Cover ist ein Rapper. Ohne den Rapper wäre die Musik immer noch da, ohne Musik im besten Falle noch ein sprachbegabter Lyriker. Das gilt für alle Musikrichtungen.
Lyrics are worth shit.
Ich habe einen Gabba-Track aus Rotterdam. Ein echt hammergeiles Stück, produziert von „Kale Vandalen“. Wir konnten nie so recht herausfinden, ob die Vocals nun „G.I.“ „Ski Heil“ oder „Sieg Heil“ lauteten. Ob es um „White powder“ oder „White power“ ging. Es gibt nur diese beiden Zeilen in dem Nazi-Track. Es ist mir scheißegal, die Musik klingt geil, und der Text hat damit nichts zu tun. Dumm nur, dass ich das hier weder posten noch verlinken kann, will ich doch keine Faschopropaganda machen.
Wenn „Texte“ so wichtig für die „Musik“ sind, warum sollte man Angst vor NPD-Schulhof-CDs haben? Wird Musik denn durch beschissene Texte schlecht?
Das gesamte Konzept von Weird Al Yankovic würde scheitern, wenn der Text, der Gesang etwas mit Musik zu tun hätten. Hätte John Lennon „Slaughter Your Friends“ gesungen, das Lied würde genauso funktionieren.
Wenn überhaupt, sind Vocals nur ein weiteres Instrument, eine weitere Spur auf dem Mischpult. Alles andere als notwendig, und absolut austauschbar. Ich mag gute MCs zu meinen DnB-Tracks, ich mag gute Stimmen als ein weiteres Instrument. Aber Gesang, Text oder gar Inhalt haben an sich keinen Mehrwert für die Musik.
Schön „Miss Platnum“ singt fehlerfrei und vermag den Ton zu halten, es tut nicht weh. Aber letztlich füllt ihr Geträller nur die Pausen zwischen den geilen Parts (ab Minute 1:00 und 2:10). Sie hat die Musik nicht produziert, sie ist ein Instrument, eine fette Geige. Und ja, ich habe gerade eine Frau zum Objekt degradiert. Fühle mich gut. Betet zu einer höheren Entität, dass sie ein One-Hit-Wonder bleibt.
Schon die Tatsache, dass ich diesen Track das erste mal hörte, während ich auf einem Friseurstuhl angeschnallt war (bei mir ist ´s nötig), sollte einem zu denken geben. Dass ich dieses Musikstück auf einer Plattform zur Vermarktung von Handyklingeltönen, Tampons und Clearasil (MTV) sah, rückt das Geschehene schon fast in den Bereich wild herbei assozierter Bilder vorangegangener Drogeneskapaden oder schierer Fiktion. Aber es ist wahr, MTV spielt auch Musik. Ich schwör! Fragt die Friseurette! (Sie versteht zwar kein Wort Deutsch, hat aber nen geilen Bauch.)
Das ganze Stück ist Pop, gut produzierter Pop, gut zu hörender Pop.
Wenn wir optimistisch sind, könnten wir annehmen, solche Tracks locken mehr Frauen auf gute Parties. (Gut im Sinne elektronischer Tanzmusik exklusive House). Aber ach, wir wissen wie das endet. Das übergewichtige Dreckstück von Gesangsauswurf hält sich mit einem Mal für eine „Künstlerin“. Wenn es gut läuft, landet ihr nächster Track auf Platz 86 der Charts. Doch wenn nicht, werden wir zugeknallt mit einer beschissenen Herz-Schmerz-Schmacht-Weichspül-Nummer nach der anderen, so miserabel produziert, dass nur Frauen sich den Scheiß anhören. „Aber die hat so ne tolle Stimme!“ mag frau einwenden (nicht aber die Schwulen, denn die haben Geschmack).
Singing is worth shit.
Vor Jahren, als ich in meiner ersten WG wohnte, saß ich nach der Schule mit Freunden bei mir und wir haben uns irgendeinen drum´n´bass-mix (das Santorin - Misision Tape) angehört. Einer, ein grobschlächtiger Bauer sanften Gemüts und passiver Naivität fragte: „Was singt der denn?“ und meinte mit „der“ den MC. Ich antwortete ihm, ich wisse es nicht, und außerdem wäre es scheißegal, weil es doch um die Musik geht! „Aber man muss doch wissen was der singt!“
Vocals are worth shit.
HipHop fing an mit Straßenparties zu denen einfach Platten im Freien gespielt wurden. Der DJ war der Held, der Musiker. Der MC war ein Hanswurst. HipHop-Musik wird heute von Producern gemacht, doch der Kasper auf dem Cover ist ein Rapper. Ohne den Rapper wäre die Musik immer noch da, ohne Musik im besten Falle noch ein sprachbegabter Lyriker. Das gilt für alle Musikrichtungen.
Lyrics are worth shit.
Ich habe einen Gabba-Track aus Rotterdam. Ein echt hammergeiles Stück, produziert von „Kale Vandalen“. Wir konnten nie so recht herausfinden, ob die Vocals nun „G.I.“ „Ski Heil“ oder „Sieg Heil“ lauteten. Ob es um „White powder“ oder „White power“ ging. Es gibt nur diese beiden Zeilen in dem Nazi-Track. Es ist mir scheißegal, die Musik klingt geil, und der Text hat damit nichts zu tun. Dumm nur, dass ich das hier weder posten noch verlinken kann, will ich doch keine Faschopropaganda machen.
Wenn „Texte“ so wichtig für die „Musik“ sind, warum sollte man Angst vor NPD-Schulhof-CDs haben? Wird Musik denn durch beschissene Texte schlecht?
Das gesamte Konzept von Weird Al Yankovic würde scheitern, wenn der Text, der Gesang etwas mit Musik zu tun hätten. Hätte John Lennon „Slaughter Your Friends“ gesungen, das Lied würde genauso funktionieren.
Wenn überhaupt, sind Vocals nur ein weiteres Instrument, eine weitere Spur auf dem Mischpult. Alles andere als notwendig, und absolut austauschbar. Ich mag gute MCs zu meinen DnB-Tracks, ich mag gute Stimmen als ein weiteres Instrument. Aber Gesang, Text oder gar Inhalt haben an sich keinen Mehrwert für die Musik.
Schön „Miss Platnum“ singt fehlerfrei und vermag den Ton zu halten, es tut nicht weh. Aber letztlich füllt ihr Geträller nur die Pausen zwischen den geilen Parts (ab Minute 1:00 und 2:10). Sie hat die Musik nicht produziert, sie ist ein Instrument, eine fette Geige. Und ja, ich habe gerade eine Frau zum Objekt degradiert. Fühle mich gut. Betet zu einer höheren Entität, dass sie ein One-Hit-Wonder bleibt.
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