Tuesday, January 29, 2013

Schützenhilfe für die FDP


Kann ja mal vorkommen. Aber nein, „Er hat mir aufs Dekolleté gestarrt“, kreischt irgendeine Stern-„Journalistin“ – ein Jahr danach.

Dabei ist es verdammt schwierig anständig zu bleiben. Es ist weitaus anstrengender keine Errektion zu haben als andersrum. Deswegen haben die meisten Männer den Großteil der Nacht eine Dauerlatte. Die Muskeln, die „da unten“ den Blutfluss steuern sind den ganzen Tag über angespannt, damit alles in frauenfreundlicher Weise baumelt. 

Erst bei Entspannung öffnen sich die Schleußen und das Blut strömt ein. „Junge Frau, ich fühle mich in ihrer Gegenwart sicher und relaxt“, wollte Rainer Brüderle damit sagen. Ist doch eine nette Geste, ein wunderbares Kompliment. Beim Lächeln braucht man auch nur zwei Gesichtsmuskeln - im Gegensatz zum böse Schauen. Aber es wird die Zeit kommen, dann legen sie uns auch das Lächeln noch als sexuelle belästigung aus!

Ist klar, dass das Blut dafür irgendwo herkommen muss. Wie auch die alternde Haut und das sich zu Fleischschläuchen formende Dekolleté der Frau folgt auch das Blut des Mannes der Schwerkraft: Raus ausm Kopp, rin in den Lachs. (Aus diesem Grund leiden viele Männer auch unter Kahlköpfigkeit, besonders die Testosteron-Tiere: ob der vielen Errektionen gelangt einfach ncht genug Blut in den Kopf, um die Haarwurzeln mit Sauerstoff zu versorgen.)

Oder ins Hirn. Studien zeigen, dass Männer in Intelligenztests um sieben Prozent besser abschneiden, sobald eine Frau im Raum ist – egal wie hässlich oder ansprechend sie ist. Wir fühlen uns in Gegenwart von Frauen derart tiefenentspannt (Jogi Löw), dass wir zu wenig Blut fürs Hirn haben.

Frauen sind also selbst Schuld am Sexismus. Und die vornehmste Funktion des Dekolleté ist nun mal die des begutachtet werdens...das nennt man dann sekundäre Geschlechtsmerkmale.


In der nächsten Woche: Ohne Juden gäbe es keinen Antisemitismus

Thursday, January 24, 2013

Prinz Pagenschnitt und die Niedersachsen


Ein tapferer Prinz mit ebensolchem Haarschnitt zog vor 8 Jahren aus, um nach dem Sieg über den roten Horden die Mehrwertsteuer auf 18 Prozent zu erhöhen. Doch der Prinz und die Truppen des alten Fürsten – die die Steuer nicht erhöhen wollten – machten gemeinsame Sache. Am Ende standen drei Prozent mehr. Diese sollten in die ansonsten beitragsfinanzierte Krankenversicherung fließen. Diese wurde nicht nur von den Bürgern des kleinen Reiches finanziert, sondern zu einem Teil auch von deren Arbeitgebern. Und weil man Arbeit nicht teuer machen darf, die Existenz aber schon, lebten alle glücklich und zufrieden in ihrem Schloss, bis sich die Machtverhältnisse auf dem platten Land änderten...
Kurz vor Weihnachten geriet ein Thesen-Papier aus Wolfgang-Schäubles Finanz-Ressort an die Öffentlichkeit. Neben vielen weiteren Zumutungen enthielt es einen Punkt, nachdem der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent komplett abgeschafft werden solle. Nahrungsmittel, Zeitungen und Rennpferde kosten auf einen Schlag 12 Prozent oder ein Achtel mehr. Einfach so.

Die Apologeten der Mehrwertsteuer-Erhöhung begründen diesen Schritt stets damit, dass eine Konsumsteuer alle Bürger gleich träfe. Das ist dann Gleichheit, und Gleichheit ist immer gut. Nur geben Bezieher niedriger Einkommen überproportional viel Geld für Konsum aus, Bezieher höherer Einkommen hingegen konsumieren nicht ausschließlich, sondern sind in der Lage Rücklagen zu bilden und zu investieren. Eine Konsumsteuer belastet also Menschen mit niedrigen Einkommen in stärkerem Maße als die Besserverdienenden.

Nun erwerben die wenigsten Hartz-IV-Empfänger einen Porsche Cayenne (19%) oder ein Titan-Golfschlägerset (19%). Sie geben einen weitaus größeren Teil ihres Einkommens für – bislang – mehrwertsteuer-reduzierte Güter wie Brot (7%), Reis (7%), Gemüse (7%) und Rennpferde (7%)...ohh, hoppla... aus. Der Wegfall der reduzierten Mehrwersteuersätze würde diesen Personenkreis ungleich stärker treffen.
Der Prinz mit der Pagenfrisur und sein lahmer Schatzmeister tanzten für Jahre um das goldene Kalb. „Ausgeglichener Haushalt“ schrien sie in Extase. Keine Neuverschuldung, koste es was es wolle. Um die Neuverschuldung zu verringern, soll nun der Steuerzuschuss an die Gesetzliche Krankenversicherung zusammengestrichen werden. Derselbe Steuerzuschuss, der damals zur Rechtfertigung der Mehrwersteuererhöhung eingeführt wurde.

Nachdem sich der Prinz der roten Horden entledigt hatte, zog die gelbe Pest durchs Schloss. „Mehr Netto vom Brutto“ hallte es durch die Gänge. Aber dies nur solang, wie die Plage im Schloss wütete. Die gelbe Pest, die auch im Gesundheitsministerium herrschte (also ich meine jetzt die FDP nicht den Fidschi, Schlitzi, Gelben, Reisfresser, lustiger Fips...) machte alle Menschen gleich. 
Egal wie gut des einen Krankenkasse wirtschaftete, alle mussten nun 15,5 Prozent GKV-Beitrag abführen. Das war in etwa das Niveau der AOK – das obere Ende der Preisspanne...aber hey mehr Netto vom Br...ich meine natürlich: Mehr Gleichheit! Geil!
Der Prinz und seine Hofschranzen haben die Steuern erhöht, um die Krankenversicherung bezahlbar zu halten. Und dann haben sie die Krankenversicherungsbeiträge erhöht. Und nun wollen sie die Zuschüsse kürzen und die Steuern erhöhen, so die Phantasien des lahmen Schatzmeisters. Doch die Macht des schwarzen Schattens im Schloss schwindet. Die der gelben Pest ist schon längst verflogen.
Nach dem rot-grünen „Wahlerfolg“ in Niedersachsen wird sich das sogenannte „Durchregieren“ in den kommende Jahren schwierig gestalten. Erstmals seit 1999 gibt es wieder eine „linke“ Mehrheit im Bundesrat. Damit kann die Länderkammer jede Entscheidung des hohen Hauses in den Vermittlungsausschus einbringen. Auch in diesem gibt es nun eine „linke“ Mehrheit.

Welche Steuern und Beiträge demnächst auch immer erhöht werden: Man wird zumindest darüber verhandeln. Schäubles Thesenpapier war von dem gewieften Politiker mit Bedacht lanciert. Er weiß, dass er diese Maximalforderungen nie wird durchbringen können. Aber wer weiß, vielleicht werden einige merkwürdige Außnahmen bei der Mehwertsteuer korrigiert: Rennpferde (7%), Windeln (19%), Hundefutter (7%), Babynahrung (19%), Hotelübernachtungen (7%)...

Und es geht weiter.

Sunday, January 20, 2013

Die Grenzen der Sozialdemokratie – Oder: Die Steuergerechtigkeit der Anwaltsdenkenden


Oh ja, die Juristerei. Die hohe Kunst, die dunkle „Wissenschaft“. Das Fach – irgendwo zwischen Literatur und Religion. Der Jurist schafft sich selbst die Regeln, die er dann beugt. Es ist dies eine besondere Spezies: Sie haben immer Recht, oder wenigstens eine unterschriftsreife Verleumdungsklage in der Schublade

Nun saßen wir also bei einem Glas mittelmäßig-schlechten Rotweins zusammen. Eine befreundete Anwältin erzählte, sie habe seit drei Monaten keine Putzfrau mehr. „Wieso das? Hat sie etwa gestohlen?“, fragte ich. „Nein.“

Man muss wissen, dass diese Anwältin SPD to the bone ist. Aufgewachsen im Ruhrgebiet ist man ebenso sozialdemokratisch wie man katholisch ist. Mit dem gleichen Maß an Bigotterie und ohne jegliche Relevanz für das eigene Handeln und Denken. Vermute ich. Neben der SPD, kann es für sie nichts anderes geben. Dass sie – die sich in der Lokalpolitik betätigt – derzeit von den eigenen Genossen kalt gestellt ist: geschenkt.

Die SPD ist die einzige Lösung. Die einzig mögliche politische Kraft. Und wenn die SPD morgen Bombenangriffe auf die Schweiz fordert, dann ist das richtig. Denn es ist ja die SPD. Ich spitze zu, aber dennoch: da kommt oft ein gerüttelt Maß an Dialektikt zum Vorschein, welches man seit dem Untergang der Marxisten für verlorengegangen hielt.

Die Putzfrau dieser befreundeten Anwältin erhielt sechs Euro die Stunde. Die durchaus als SPD-nah geltenden Gewerkschaften fordern 8,50 Euro Mindestlohn – für sämtliche Branchen. Besagte Putzfrau wischte und räumte und fegte und saugte für sechs Euro: schwarz und nicht sozialversichert.

Das kann natürlich nicht angehen, dass eine Anwältin eine Putzfrau schwarz beschäftigt. Also entschloss sie sich umgehend – nach nur drei Jahren – das Beschäftigungsverhältnis „weiß zu stellen“. Ihre Putzfrau solle doch bitte Steuern entrichten und Sozialabgaben abführen. Aus sechs Euro auf die Hand wurden so sechs Euro brutto. Eine Erhöhung des Lohns kam für die befreundete Anwältin nicht in Frage.

Nur am Rande: Haushaltsnahe Dienstleistungen kann man mit 20 Prozent von der Steuer absetzen. Also die Anwältin, nicht die Putzfrau. Statt 6 Euro würde sie demnach 4,80 Euro in der Stunde bezahlen. Unter anderem finanziert durch die nun steuerpflichtig gewordene Putzfrau.

Ja nun. Da wundert sich also diese Anwältin und SPD-Lokalpolitikerin darüber, dass ihre Putzfrau damit nicht einverstanden war: Gleiche Arbeit für weniger Lohn. Größer war nur die Verwunderung, dass sich bis zum Tage keine andere Putzfrau fand, die für dieses Geld das Bad schrubben wollte.

Und ich frage sie, ob sie es denn als gerecht empfände, wenn diese Putzfrau nur so wenig verdient. „In meiner Reinigung zahlen sie einen Stundenlohn von 3,75 Euro“, hält sie dagegen. Da seien 6 Euro [brutto] doch sehr gut. Nun schaltet sich ihr Mann – ein durchaus in sich ruhender Akademiker – ein, und sagt „Aber davon kann doch keiner leben!“ Dann sollen sie halt aufstocken gehen, faucht ihn seine sozialdemokratische Herzensdame an. Diese Dienstleistungen, meint sie, seien am Markt nun mal nicht mehr wert. (Das in ihrem Fall der Ausgleich von Nachfrage und Angebot seit drei Monaten nicht funktioniert, wen kümmert es.)

Kurz zusammengefasst: Die Arbeit dieser Menschen sei nicht mehr wert, als diese sozialdemokratisch verortete Anwältin zu zahlen bereit sei. Dass man davon nicht leben kann: nicht ihr Problem, sollen sie eben mit Hartz-IV ausgleichen. Dass der ihr gewährte Steuervorteil von der Gemeinschaft finanziert wird, nimmt sie genauso in Kauf, wie prekäre Arbeitsverhältnisse, die nicht die blanke Existenz zu sichern vermögen.

So sieht also das politische Seelenleben der Sozialdemokraten im Jahr 2012 aus.
Ich weiß, wie schmutzig die „große“ Politik ist. Loving it! Aber dass politische Überzeugungen schon auf so niederer Ebene nichts weiter als ein LABEL sind, das hat mich dann schon entsetzt.

Volvo, Demeter, Philharmonie, SPD – und eine Putzfrau für 6 Euro brutto.

Thursday, January 10, 2013

The responsibility that comes with cowboy boots


There is the fine Christmas custom of argument, of fighting. A nice, fairly traditional ritual.
Over the holidays a befriended couple of mine had some issues. Not in a horribly disastrous way – more kind of the annoying everyday fight.

This couple is quite modern and emancipated – both have decent jobs. She makes more money than he does. And he takes care of the cooking, the gardening and keeps the house in shape. Okay, she does most of the cleaning but that is mostly because she has quite a crush on her vacuum cleaner. No one is allowed to touch it. We have to bow down and hail the god of Dyson…

And here is the funny thing., a thing that really hit me hard and unprepared. Her silent reproach to him was that she is the top-earner in this relationship and is paying for everything (what, as a fact, is not true).
She accused him for example that his youtube consumption is the reason for the high electricity bill, omitting the fact that she is queen of ebay. Shit like that.

Okay, she makes more money. And – in the end – pays more. But here is the thing I don´t get.
Women want to be equally paid, want to be equal to their partners, don´t want to be just a housewife that puts a delicious dinner on the table. They wanted to dedicate their lifes to career the same way men did for centuries. They wanted to put the cowboy boots on and be in charge of things. No problem with that.

There are - still - many of my friends who make more money than their girls. And I never, never, never heard anyone complaining to his girlfriend: You earn less than I do. The worst accusation was: You spend too much on shoes (sadly that is true). Spending, not earning – there lies a difference in it.

As long as men have been the top-earners they always were funding their wifes and girlfriends. Without hesitation, without any second thoughts, always did. What´s mine is yours. Men always shared, because that is what families, what couples are about. That was the way of things and no man would dare to complain.

And now, as the women start making more money, this arrangement is suddenly out of the question?
Being top-earner in a relationship brings responsibility with it. Men always shared. But the women now turned their partners down and grew selfish. Maybe that is some marrying upwards thing, the casting couch´s new incarnation.
All I´m saying is: That is not a good basis for any relationship. Time to take over some responsibility for the one you love. Time to start sharing, bitches.

Tuesday, January 1, 2013

20work-life12

Wooohooohooo...let´s make it media, let´s make a chart!




- payraise
- working more hours
- new PR-stuff
- more responsibilities – people know I have my act together
- best friends got married – me being the best man
- USandA – meeting lots of interesting people
- becoming more open towards other people
- bought a second pair of underpants
- new road-bike – racing it in a contest
- improved my riding BIG time
- more parties and less drugs (including alcohol) than last year