Man sah mir ganz klar an: Ich bin auf der Suche.
Das Suchende in mir resultierte in erster Linie aus meinem verzweifelten Versuch einen bestimmten Laden in der Innenstadt zu finden.
Zwei den Zeugen Jehovas ähnelnde Converse-Täger kamen auf mich zu. Meine Fluchtinstikte waren gehemmt (Schnee). „Willst Du mehr von Gott wissen?“ indoktrinierte es in meine Richtung.
Zeugen Jehovas, ganz klar. Aber das „Pärchen“ war einer der „großen“, steuerrechtlich privilegierten Kirchen anhängig. (Anhängig – prima :)
Bevor ich überhaupt eine konsistente Antwort (Nein! ...Bin Agnostiker. ... Du lebst wohl nicht gern, Arschloch?!) geben konnte, propfte mir das wurstfingrige Scheusal, das selbst unter optimalen äußeren Bedingungen nie zu einer richtigen Frau (richtig im Sinne von hübsch) herangewachsen wäre, einen „Flyer“ in die Hand.
Aha, billiges Papier, billiger Druck, unfähiger Gestalter. Aber...
...auf der Oberseite prang(er)te ein Täfelchen Milka-„Schokolade“.
„Imagetransfer“ dachte ich. Für nicht PR-ler: Der Werbende erhofft sich, dass die positive Identität des einen Produkts (Milka) auf das andere (ÖKD) überspringen werde.
Mit Erstaunen stellte ich fest, wie konsistent diese Art der Werbung ist. Milka ist schließlich auch nur eine zähe klebrige Masse, bar jeden Genusses. Verdammt dazu, eine lilane Kuh anzubeten. Bestehend aus quietschsüßer Füllmasse. Der Wahrheitsgehalt von Milka-„Schokolade“ bewegt sich im Bereich von 30 Prozent.
Inhalte spielen in einem Produkt, dass sich auf sowas beruft ohnehin keine Rolle. Ein Jahrtausende alter zäher Pamps aus 70 Prozent quietschsüßer Ritualisierung (Kann Spuren von Nüssen und Heuchelei enthalten). Der Relevanzgehalt ist mit dem von DDR-Süßtafeln vergleichbar. Ob nun ne lila Kuh oder zwei windschiefe Balken – beides Atavismen.
Ich freue mich schon aufs nächste Jahr wenn es wieder heißt: Chronisch untervögelte Religionsabhängige verteilen Papiermüll in der Innenstadt.
Was dürfen wir erwarten? Werden sie es endlich wagen? Ist Kirche mensch/man/frau genug endlich Kondome auf ihre Flugblätter zu tackern (mitten durch)?
Ich sehe schon den Claim:
Gott ist hipper mit ´nem Tripper!
Thursday, February 11, 2010
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