in Europa haben wir derer vier.
Drei Jahreszeiten bestimmt der Nil in Ägypten.
Doch in Leipzig gibt es nur, schau hier:
Smog und Matsch
Was fürn mieser Reim... ^^
Die Tine ist zum Judentum konvertiert. Ein Umstand der mir neu war, obwohl sie jahrelang darauf hingearbeitet hat. Den religiösen Hokuspokus (sooorrrryyyy) hatte sie schon eine Weile hinter sich, am Freitag durften wir ihren Übertritt feiern.
Oha, für mich ist sowas das reinste Minenfeld.
KuWis allüberal, KuWis an jeder Ecke, in jedem Sessel und in jeder Couch.
Mein alter Erzfeind, das erklärte Opfer meines Spotts – der gemeine Kulturwissenschaftler (Homo sapiens schwafeldrauflosos).
Brrrrrr. Die Sau!
Ganz viele waren da! Die sind wie Ratten, nur mehr!
Ich war noch gar nicht richtig drin, da war ich schon der Arsch.
Ich wollte ja gaaaanz lieb und brav sein, der Tine zuliebe, aber hey, diesen Rotwein-und-Selbstgedrehte-Junkies muss man doch die Jämmerlichkeit ihrer Existenz vor Augen führen! Ich glaub nach 5 Minuten hatte ich sie alle durch.
Die jüdische Küche (oder was man uns als solche darbot) ist der Hammer! Ich ließ es mir erklären: alles war koscher - also Milch und Fleisch getrennt. Es gibt Strömungen innerhalb dieser Kultur, die das bis ins Extrem treiben: da gibt es dann sogar seperate Spülmaschinen für Milchiges und Fleischiges!
Das wäre mir zu hart - ich kann mir kein Leben ohne Käsewiener vorstellen!
Ich habe mich gründlichst durch das gesamte Buffet gearbeitet.
Nur, liebe Juden, ein Problem habe ich mit eurer Küche: jedes der Gerichte klingt, als würde man Haferflocken husten! Von Matze mal abgesehen, kann ich das niemals artikulieren! Da verhunger ich doch in einem Restaurant mit jüdischer Küche! Sauerei!
Aber Tine und ihr Freund haben sich unglaublich Mühe gegeben, Schildchen gemalt, auf deutsch und auf kringelich. Ich hab einfach alles gegessen. War die beste Lösung.
Dergestalt gestärkt konnte ich wieder auf KuWis losgehen.
Dachte ich.
Ha!
Eine von Tines Theaterfreundinnen meinte doch tatsächlich mir Paroli bieten zu müssen!
Das war grenzwertig! Walli war voll mies! Zu mir!
Na, die durfte sich was anhören, so viele dumme (teilweise durchaus lustige) Sprüche hab ich schon lang nicht mehr aneinander gereiht.
Gaaaaanz großes Kino! Das KuWi-Pack saß staunend herum, und hörte wie wir uns da belöffelten.
Nur geil. Die konnten teilweise vor Lachen nicht mehr.
Die bringens doch nie zu was...
Ich hab mich dann noch mit Tines Freund unterhalten, ob sie denn jetzt eine „richtige“ Jüdin sei. Ich dachte immer, dazu bedarf es einer Mutter dieser Konfession/dieses Volkes.
Alteer! Das ist ein übelst komplizierter Prozess! Und als Typ machen die einen sogar kürzer! Und dann auch noch da, wo´s drauf ankommt!
Zum Verdruss der JuWi-Masochisten musste ich leider früh heim :.(
...aber man kann mich auch für Silberhochzeiten mieten.
Meine Maaamaaa kam am Sonnabend, um von hier aus in den Urlaub zu fliegen.
Das hieß für mich: um 9 klingelt der Wecker - Samstags!
Wir haben gefrühstückt, und dann musste ich sie zum Flughafen fahren.
Kalter Angstschweiß stand mir auf der Stirn – denn im Normalfall setzt ich mütterliche Fahrzeuge gegen Holzpalisaden oder jage sie über rote Ampeln.
Fuck! Ich bin schon ewig nicht mehr gefahren!
Ahhh! Naja, jetzt hab ich erstmal Zeit zum üben, denn einer muss ja auf das Auto aufpassen! Cooool.
Das Ding ist, Leipziger können nicht Autofahren – das greift meine Stimmbänder an und kratzt an meinem Fluchreservoir. Außerdem find ich hier nie nen Parkplatz! An der Albertina schon gar nicht! Überall nur Parkhäuser! Das lohnt sich gar nich, mim Auto zur Uni zu fahren, mit Parkplatzsuche dauert das bald länger als mim Bike.
Aber ist schon ganz nett, grad jetzt wo wir „Matsch“ haben.
Jaja, Leipzig und seine Jahreszeiten.
Sieben Monate im Jahr leidet die drittschmutzigste Stadt Deutschlands (gemessen an der Feinstaubbelastung) unter einer alle Hässlichkeit verhüllenden Staub- und Schmutzschicht. Den Rest des Jahres wird das Elend in Matsch versenkt.
Am Freitag, im Seminar des werten Herrn Roth, fragte mich die FaRa-Jule, ob ich nicht mit ihr auf eine Karnevalsfestivität gehen möge.
Bevor ich sie ob dieses abscheulichen Ansinnens erwürgen konnte, hatte ich schon zugesagt.
Verdammter Mist!
Fasching, Karneval, die Fünfte Jahreszeit – das einzige Ereignis, wo ich nie drüber lachen kann! Ohne harte Drogen kann man solch rheinische Büttenreden doch gar nicht überleben! Mit LSD beträufelte Eintrittskarten.
Und dann auch noch Kostüm! Ey, nee!
Ich weigerte mich beharrlich mich zu verkleiden, und kam stattdessen in der Berufstracht der von mir angestrebten Profession – Pornostar. Jau!
Man beachte die ausgefuchste Zusammenstellung meines Outfits: rot-blau-geringelte Tennissocken! Tights! Sternchen auf dem Leibchen!
Besonderes Kopfzerbrechen bereitete mir das Schuhwerk.
Was trägt der Otto-Normal-Pornostar gemeinhin am Fuß?
Ja, da stand ich nun – unten ohne.

Ich bemühte die mir eigene Logik, und dachte: der arbeitet eher im häuslichen Bereich, also müssen es wohl Hausschuhe sein.
Jawoll! Die mit goldenen Bommeln waren aus, aber die hatten noch so Vogelteile, mit Krallen dran. Hahn im Korb – dit passt! Allerdings bin ich andauernd über die Scheißdinger gestolpert und musste daher wie ein Cowboy laufen. Aber ehrlich, ohne die Schuhe wäre ich mir schon etwas lächerlich vorgekommen.
Achso ... wie man auf Jules Foto leider nur ganz schlecht erkennen kann, wurde nicht-ausgestopft (der Schatten nicht am linken Bein).
Ist alles echt (Schurwolle)!
Ich stand vor der Wahl: eine Thermoskanne (0,5l) oder eine Textillösung zum nicht-ausstopfen nicht zu verwenden. Meine Nicht-Ausstopflösung befestigte ich mittels ohne einer Heftklammer an meiner Unterhose.
DAS war definitiv eine blöde Idee. (War es natürlich nicht, weil ich ja nicht gepolstert war). Die verkommene Tacker-Klammer hat nämlich bös gescheuert! Richtig bös! Ich hatte bei Zeiten unterm Bündchen nicht nur eine rote, nein, sogar eine blutig-aufgeschubberte Stelle!
Tja, das Pornobusiness ist halt kein Kinderfasching.Jawoll! Die mit goldenen Bommeln waren aus, aber die hatten noch so Vogelteile, mit Krallen dran. Hahn im Korb – dit passt! Allerdings bin ich andauernd über die Scheißdinger gestolpert und musste daher wie ein Cowboy laufen. Aber ehrlich, ohne die Schuhe wäre ich mir schon etwas lächerlich vorgekommen.
Achso ... wie man auf Jules Foto leider nur ganz schlecht erkennen kann, wurde nicht-ausgestopft (der Schatten nicht am linken Bein).
Ist alles echt (Schurwolle)!
Ich stand vor der Wahl: eine Thermoskanne (0,5l) oder eine Textillösung zum nicht-ausstopfen nicht zu verwenden. Meine Nicht-Ausstopflösung befestigte ich mittels ohne einer Heftklammer an meiner Unterhose.
DAS war definitiv eine blöde Idee. (War es natürlich nicht, weil ich ja nicht gepolstert war). Die verkommene Tacker-Klammer hat nämlich bös gescheuert! Richtig bös! Ich hatte bei Zeiten unterm Bündchen nicht nur eine rote, nein, sogar eine blutig-aufgeschubberte Stelle!
Ich glaub, ich muss der armen Juliane ziemlich peinlich gewesen sein. Aber hey, sowas ist doch bei mir abzusehen! Und ich hätte mich auch aufregen können – sich in dem Alter noch/schon als Pippi Langstrumpf („Hey Jule. Oh! Was bist du denn? Sag nichts! Ich weiß bescheid: es riecht nach Pippi im Takka-Tukka-Land!“) zu verkleiden ist schon total daneben. Aber voll!
Zu meinem großen Unglück waren die meisten auf der Party KMWler – das heißt: die kannten mich!
Ohoh!
Zumal das auch noch in der WG der drei übelsten Hippie-Alternativ-Wahnis stattfand - also richtig schlimm, die Ärmsten.
Sie waren so abgrundtief böse, dass sie den ganzen Abend misreablen Gitarren-Pop Hamburger Couleur gespielt haben. Nieder mit dem Gehörsinn!
Ist so geil, wie still es plötzlich werden kann, wenn du die Vorteile der AK-74 gegenüber der AK-47 (5,45x39mm anstatt 7,62x39mm-Kaliber bedeutet weniger Rückstoß, etc.) anhand von Kindersoldaten festmachst.
Zumal ich im Anschluss den Einsatz von Kindersoldaten damit begründete, dass es in vielen Staaten (Lesotho z.B.) aufgrund von Aids-Pandemien in der „wehrtauglichen“ Generation schlicht keine Menschen mehr gibt, die sich die Schädel einschlagen können.
Da kamen die nicht klar drauf.
Nicht mal annähernd.
Ich glaub die verstanden mich einfach nicht.
Die wollten mich nicht verstehen!
Dabei wirkte doch meine Art, für diese Probleme ein Bewusstsein zu schaffen vorbildlich!
Wie kann man mich, zumal als angehender Journalist, da scheiße finden?!
Wieviele Tiraden meinerseits wird es noch brauchen, bis die letzten Denkverbote in den Köpfen ausgeräumt sind...
Ich hab aber ein nettes Kompliment bekommen: Der FaRa-Lars ("Schleimer und Streber in Personalunion" Dr. Rau) meinte, ich sei der Unmensch des Jahrhunderts.
Was ich dankend zurückwies, da ich der Meinung war, an Stalin noch nicht heran zu reichen. Zumal das Jahrhundert technisch betrachtet bisher nicht einmal eine Dekade umfasst.
Dem mütterlichen Vehikel sei´s gedankt, kam ich nicht in die Verlegenheit an einem Bier nippen, so dass ich die Situation klären, und mein Ego weiter bauchmiezeln konnte.
Im Verlauf der Nacht begann dann die große Scheiße: Matsch.
Der erste Schnee in diesem Jahr.
Früher haben ich und meine Schwester den ersten Schnee immer zu Schneebällen geformt und eingefroren, damit wir auch im Sommer noch welchen hätten.
Nachdem wir aus unseren Heldenpuschen in unsere ordinären Schuhe geschlüpft waren, ging es draußen los: „Schneeballschlacht“ - wenn man es denn so nennen kann.
Oliven haben ein stattlicheres Format als das, woran wir uns die Finger blau froren. Danach war mir so kalt, dass ich dankend der FaRa-Jule den Glühwein abnahm.
Oha! Das war ein amtlich abstinenzinduzierter Alkoholklatsch. Das Zeug hat im ersten Moment übel reingedroschen. Wooohooohoooo! Hab ne Weile gebraucht, bis ich mich danach hinters Steuer wagte. Solang musste sie warten. Wer wacht schon gern tot am Baum auf?
Ich habe wahrlich hart mit mir gerungen, ob ich nun fahre oder nicht. Lange nicht Steuermann gewesen und dann noch son Mistwetter. Das war mir nicht so recht. Hab die FaRaJule gefragt, was sie meint. Mit phänomenalen 40 Sachen hab ich sie dann nach Haus gefahren, total auf Adrenalin - zumindest ich.
So bedacht und vorausschauend wie ich an diesem Abend, ist noch nie zuvor jemand Auto gefahren!
War schon unangenehm.
Doofer Matsch!
Hab dieses Jahr meiner Schwester (Sophie) am richtigen Tag zum Alterungsprozess gratuliert, und nicht wie im vergangenen Jahr schon nen Monat zu früh.
Aber hey, dafür beglückwünschte ich sie zum 23. - ungeachtet ihres 86er Baujahres!
Als sie meinte: „Ähh, Hanniiii, ist erst der 22.!“ fiel mir ein:
„Verdammt, dass hatte Judith (meine andere Schwester) im März auch schon gesagt. Ebenfalls 86er, und ebenfalls schon 23 – zumindest meiner Aussage nach.
Na immerhin. Das olle PolarkreisAlbum war PÜNKTLICHST in Massachusetts, obwohl die ja jetzt total Kommerz sind, so mit Platz 1 und so.
Als ich zuletzt in der Heimat weilte, erzählte mir die Mama vom Bassisten, dass die noch immer keine Kohle dafür sehen. Sie musstem Philli sogar Geld für den Friseur geben, damit der im Fernsehen nicht wie ein Waldschrat rumläuft.
Hach, ich liebe die Musik-Industrie, aber lest dazu mehr in meinen kommenden copykillscopying-Text!
Frei nach Cordula Stratmann: Schreiben kann ich, lesen müsst ihr das schon
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